Mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Neue Presse

 

Zwei Trainerinnen und ein Sack Flöhe

Hundstadt. Kurz vor den beiden Faschingssitzungen am 21. und 22. Januar ist im Hundstädter Dorfgemeinschaftshaus nachmittags die Hölle los, und 23 Kinder sind mittendrin. Ruhe bewahren müssen da die beiden Trainerinnen Angelika Seel und Eleonore Kinnett. Dank ihres Engagements gelingt es den beiden jungen Frauen, die Kinder in Schach zu halten. Denn sobald die beiden zum Proben rufen, stehen alle 23 Kinder an ihrem Platz – zumindest fast. Marcel hat es diesmal wieder vorgezogen, aus der Reihe zu tanzen, aber er wird schnell zur Ordnung gerufen.

Die Mini-Garde bereichert die Faschingssitzungen seit Jahren mit einem flotten Tanz, ist aus dem Hundstädter Karneval kaum noch wegzudenken. Im Mittelpunkt des diesjährigen Auftrittes steht der elfjährige Jurian, dem seine Rolle sichtlich gut gefällt. Sicherlich vor allem, weil er während des Auftrittes mit der neunjährigen Larissa flirten darf. Die kleinste in der Runde ist die fünfjährige Luisa, die an der Probe schon ganz stolz in komplettem Kostüm teilnimmt. Für die fünfjährige Laureen und Niklas ist es der erste Auftritt, sie sind auch schon ein bisschen aufgeregt.
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Bei Ann-Christin, Dennis und Sebastian ist schon Routine eingetreten, schließlich haben die drei schon im vergangenen Jahr mitgemacht. Eine besondere Rolle werden dieses Jahr Franziska und Alexander wahrnehmen, doch Genaueres wollen die Veranstalter noch nicht verraten.

Während die Kleinen noch am Üben sind, kommt auf die Mitglieder des Flotten Elfers in der nächsten Woche Schwerstarbeit zu. Denn das Hundstädter Dorfgemeinschaftshaus hat keine Bühne. «Die Gemeinde verspricht zwar von Jahr zu Jahr einen Bühnenanbau, aber wie das bei Politikern so ist, tut sich sonst leider nichts», ärgert sich Sprecherin Tanja Volkwein vom Flotten Elfer Hundstadt. Deswegen ist an den Tagen vor den Faschingssitzungen Muskelkraft gefragt.

Am Mittwochabend treffen sich viele fleißige Helfer an der Scheune von Gerlinde Klum, denn dort dürfen die Bühnenteile außerhalb der Kampagne gelagert werden – dafür ist der Flotte Elfer sehr dankbar. Mit Traktor und Wagen werden über hundert Einzelteile dann ins Dorfgemeinschaftshaus transportiert. «Der Gesangverein hat sogar extra seine Übungsstunde verlegt, damit wir anfangen können, aufzubauen», freuen sich die Karnevalisten. Am Donnerstag geht es im Dorfgemeinschaftshaus dann richtig rund. Viele freiwillige Helfer greifen den Flotten Elfern wie in jedem Jahr unter die Arme, denn beim Bühnenaufbau sind Fachwissen und Muskelkraft gefragt.

Erwin Buhlmann, Helmut Beilstein und Rudolf Glaser sind jedes Jahr beim Bühnenaufbau dabei, sie arbeiten daran, dass die Bühne stabil steht, hier sitzt jeder Handgriff. Es werden Schalungsträger und Gerüstteile als Unterkonstruktion verwendet.

Da die Bühne genau in den Thekenbereich des Dorfgemeinschaftshauses passen muss, können keine genormten Bühnenteile verwendet werden. Hier muss jeder Zentimeter ausgenutzt werden. Rund um die Bühne wird dann eine Dachlattenkonstruktion errichtet, damit auch keiner herunterfallen kann und es ein schönes Gesamtbild gibt. Am Ende wird dann alles noch mit Stoff und Vorhängen verkleidet, und Karlheinz Karbowski verlegt fachmännisch PVC als Bühnenbelag – und fertig ist die Hundstädter Faschingsbühne. (sea)

Restkarten für die Faschingssitzungen sind im Laden von Gisela Zimmermann sowie an der Abendkasse erhältlich. 


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