Mit Pauken und Trompeten - Musizieren will gelernt sein 

HUNDSTADT (ua). Jugendarbeit und Ausbildung neuer Musiker werden im Fanfarenzug 1964 Hundstadt groß geschrieben. Ständig befinden sich Jugendliche und Erwachsene in Ausbildung für unterschiedliche Instrumente. Vier junge Trommler üben schon seit eineinhalb Jahren mit ihrem Ausbilder Rainer Georgi. Einmal wöchentlich ist Übungsstunde angesagt. Im vereinseigenen Raum im Dorfgemeinschaftshaus Hundstadt
werden Triller, Trommlermärsche und ganz "normaler" Nachschlag geübt. Nikolas Lückel, Alexander Kinnett, Lars und Jan Webbeler haben mit ihrem Ausbilder schon einige Lieder einstudiert und sind ganz stolz, wenn sie manchmal schon an der großen Übungsstunde des Gesamtvereins teilnehmen dürfen. Seit kurzem ist Björn Jung zu dieser lebendigen Gruppe gestoßen. Er wird zum Pauker ausgebildet. Doch das Lernen der Schlaginstrumente ist ein langer Weg, denn nicht nur das Trommeln nach Noten ist wichtig, auch die Lautstärke muss stimmen. Bei einer so quirligen Truppe ist es nicht immer einfach die Jungs zu einer
gemäßigten Lautstärke zu überreden. Auch Nadine Dörr und Jennifer Schoula üben schon seit längerem das Trompetespielen. Mit ihrem Ausbilder Udo Pauly haben sie die meisten der vielen Fanfarenzug-Lieder einstudiert. Sie nehmen regelmäßig an großen Übungsstunden und auch an Auftritten teil. Auch in der Tanzgarde werden zurzeit drei Mädels ausgebildet.
Doch nicht nur Jugendliche werden im Fanfarenzug Hundstadt ausgebildet. Die Türen stehen für Interessenten jeglichen Alters offen. Seit Anfang des Jahres ist der 23-jährige Sascha Schmidt dabei. "Ich wollte schon immer was mit Musik machen, da habe ich einfach mal montagabends in die Übungsstunde geschaut," sagt er. Die flotte Musik der Hundstädter hat ihm gefallen und so versucht er sich seit einigen Wochen an der Posaune.
Alle jungen Musiker bekommen die Instrumente vom Fanfarenzug kostenlos gestellt. Auch Ausbildung und Uniform übernimmt der Verein. Doch nicht nur das gemeinsame Musizieren verbindet die Mitglieder des Fanfarenzuges. Vor allem für die Jugendlichen werden besondere Aktivitäten organisiert.
Im Winter schauten sich die jungen Trommler und Trompeter gemeinsam den Film "Findet Nemo" an. Am vergangenen Samstag unternahm Jugendwart Tobias Stöckmann mit den Jugendlichen des Fanfarenzuges einen Ausflug ins Eisstadion nach Bad Nauheim. Einige standen das erste Mal auf Schlittschuhen, aber dank tatkräftiger Hilfe lernten die Kleinen schnell. Die muntere Truppe hatte ihren Spaß und nach einigen Runden flitzten die meisten recht flott übers Eis. Als alle auf dem Eis etwas sicherer waren, formierten sie sich zu eine Raupe und drehten eine gemeinsame Runde übers Eis. Auch Verfolgungsjagden konnte man sehen. Das Vergnügen wurde nur kurz von der Eismaschine unterbrochen, die die Eisfläche aufbereitete. Auf der neuen Eisfläche ging es dann weiter. Besonders die Jüngeren zeigten nun einige sensationelle Flugfiguren, denn das Eis war jetzt besonders glatt.  

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