Ein Tag voll stimmungsvoller Musik

Hochtaunuskreis und Hundstädter Fanfarenzug präsentierten 18. Kreismusikfest - Diesmal 24 Gruppen dabei

USINGEN (ek). Mit einem hörens- und sehenswerten Auftakt eröffnete der Fanfarenzug Hundstadt am Sonntagmorgen in der Stadthalle Usingen das 18. Kreismusikfest. Die Hundstädter feiern in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen und waren Partner des Hochtaunuskreises bei der Ausrichtung dieses beliebten Festes. In diesem Jahr waren 24 Fanfaren-, Spielmanns- und Musikzüge dem Ruf des "trommelnden Hochtaunus-Löwen" gefolgt und boten Blasmusik unterschiedlicher Stilrichtungen. Landrat und Kulturdezernent Jürgen Banzer dankte Werner Ott, dem Vorsitzenden des Fanfarenzugs Hundstadt, sowie Stabführer Jörg Glaser für die gute Zusammenarbeit. Unter den Gästen waren auch zahlreiche Mandatsträger aus der Kommunal- und Kreispolitik, die Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Hahn im Namen der Stadt Usingen herzlich begrüßte. Sie versprach angesichts der vielfältigen Gruppen einen Tag voller Musik, der nicht langweilig werde, und wünschte allen Musikliebhabern viel Freude. 
Grävenwiesbachs Bürgermeister Hellwig Herber freute sich, zusammen "mit seinen Hundstädtern", schon sehr früh so viele Gäste begrüßen zu dürfen und lobte die Arbeit des Jubiläumsvereins zum Gemeinwohl und für die Jugend. Ott dankte dem Landrat, dass der Verein bereits zum zweiten Mal als Co-Veranstalter agieren dürfe und teilte nicht ohne Stolz mit, dass der Hundstädter Fanfarenzug bisher an allen Kreismusikfesten teilgenommen habe. Bereits seit 14 Jahren moderiert der Pressesprecher des Hochtaunuskreises, Jürgen Conradi, den Aufmarsch der Musikgruppen, dem über den Tag verteilt über 1000 Besucher beiwohnten.
Sicher in allen Stilrichtungen sorgte gleich zu Beginn der Fanfarenzug Hundstadt für Stimmung. Der "Hohenfriedberger-Marsch", "Amacing Grace" oder "Viva Colonia" waren nur einige Kostproben ihres abwechslungsreichen Repertoires, das die feschen Majoretten mit ihrm Auftritt untermalten. Mehr der traditionellen Blasmusik verschrieben hatten sich die Wiesbachtaler Musikanten unter der Leitung von Jürgen Karsch. Eine schmissige Polka, heiße Samba-Rhythmen oder Marschmusik ließen die Mitglieder vom Musikverein Wernborn - Usinger Land mit Andreas Heil am Dirigentenpult erklingen. Die Wernborner wurden erstmals von den jüngsten Musikern der Percussion-Gruppe unterstützt. Auch im Publikum tummelten sich zahlreiche junge Musikfans, die gelegentlich bis zum Treppenaufgang an die Bühne heranrückten, um ja nichts zu verpassen. 
Die verschiedenen Gruppen hatten offensichtlich ihre Paradestücke mitgebracht, mit denen sie das Publikum begeisterten. So das Blasorchester der TSG Wehrheim, das in einer Musikgemeinschaft mit Walsdorf und Wörsdorf ein ABBA-Medley und andere beliebte Melodien zum Besten gab. Zwei anspruchsvolle Werke spielte der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Usingen unter Leitung von Dietmar Gloede. 
Nach erst kurzer Zeit des Bestehens stellte sich der Jugendmusikzug der SG Anspach dem bereits von Darbietungen auf höchstem Niveau verwöhnten Publikum. Dirigent Hans-Jörg Bleher hatte die jungen Leute bestens im Griff bei Titeln wie "I'm a believer" oder "Tears in heaven". Volkstümliche Walzer und Polkas hatten die Grävenwiesbacher Musikanten im Gepäck, die unter Dirigent Thorsten Pfeifer mit der Egerländer Hitparade für Stimmung sorgten. Mit dem "Prince of Denmark March" sowie temperamentvollen südamerikanischen Klängen oder einer Komposition von Robert Stolz empfahl sich der Posaunenchor Merzhausen den Zuhörern. 
Aus dem Vordertaunus kamen traditionsreiche Gruppen, die nicht nur eine große musikalische Bandbreite zeigten, sondern auch mit ihren farbenfrohen Kostümen eine Augenweide boten. Conradi bedauerte einerseits, dass von den ehemals neun Feuerwehr-Spielmannszügen nur noch fünf existieren. Positiv sei jedoch, dass die Öffnung der Vereine gegenüber neuen Musikrichtungen vermehrt wieder Kinder und Jugendliche zum Mitmachen begeistere. 

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